Die indische Shrutibox, auch “Surpeti” genannt, erzeugt einen anhaltenden Bordunklang, ähnlich einem Dudelsack und eignet sich ideal zur Stimmimprovisation oder zum Obertonsingen. Klang und Tonerzeugung sind dem indischen Harmonium
oder Akkordeon sehr ähnlich: durch Betätigung eines Blasebalgs wird im innern Luft an Metallzungen vorbei geblasen und bringt diese zum Schwingen. Beide Seiten des Instrumentes funktionieren als Balg. Auf der einen Seite sind 13 Ventile angeordnet. Wird ein Ventil geöffnet, so kann dort Luft entweichen und bringt die dahinter liegende Metallzunge zum Schwingen. Tonbereich und Stimmung Im Bereich einer Oktave stehen alle 12 chromatischen Töne zu Verfügung. So kann die Tonhöhe jeder Stimmlage angepasst werden. Im Normalfall wählt man für einen fülligen Klang zum Grundton noch mindestens die Quinte oder, falls der Grundton höher als G sein soll, die Unterquart. Bei Bedarf kann auch noch eine Moll- oder Dur-Terz
dazu kommen. Zum tiefsten Ton “c” kann mit der 13. Klappe auch die Oktave geöffnet werden. Der Kammerton liegt zwischen 440 und 442 Hz, so dass Sie die Shrutibox zusammen mit üblich gestimmten Instrumenten einsetzen können. | | Spielweise Es kann einhändig im Sitzen, oder auch im Stehen gespielt werden. Im Sitzen ruht der Handballen einer Hand auf dem oberen Rand des Instrumentes und die Finger ziehen die obere Kante des Balges zum Spieler hin. Durch das Ziehen wird der Balg mit Luft gefüllt und die Töne der geöffneten Ventile erklingen. Das “Luftholen” erfolgt durch plötzliches Loslassen des Balges. In dieser Zeit sorgt der gefüllte Balg auf der anderen Seite dafür, dass der Klang weiter
klingt und nicht abreißt. Beim Spiel im Stehen kann man das Instrument an dem Griff an der Oberseite halten und mit dem Zeigefinger gleichzeitig pumpen. Wem das Gewicht auf die Dauer zu schwer ist, sollte einen Gurt durch den Griff ziehen und die Box über der Schulter tragen. Einsatzzweck Neben der Begleitung in der indischen Musik, dient die
Shrutibox bei uns vorwiegend zur Erzeugung eines Grundtons beim Obertonsingen, beim Mantra- und Bajansingen, bei Stimm- und Instrumental -Improvisationen aller Art und als Ambiente bei Meditationsmusik. Für den gleichen Einsatzzweck eignet sich auch die indische Tanpura, die es auch in einer elektronischen Version gibt oder ein Monochord. Bitte beachten Sie: die Shrutibox kann
ein indisches Harmonium nicht ersetzen! Sie ist beim Mantrasingen nur bei grundtönigen Stücken einsetzbar. Viele Mantren und Bajans modulieren auch in andere Tonarten, dann passt natürlich ein fest stehender Grundton nicht immer dazu.
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