Wann immer ein Ton erklingt, sei es von einem Musikinstrument, von einer menschlichen Stimme oder von einer Maschine, hören wir nicht nur einen einzelnen Ton, sondern in Wirklichkeit einen ganzen Klang. Dieser Klang setzt sich zusammmen aus einem kräftigen Grundton, der die Tonhöhe bestimmt und unzähligen weiteren Tönen, die etwas leiser über dem Grundton mitschwingen - die Obertöne. Erst sie geben
dem Ton eine individuelle Klang-Farbe, an der wir sofort erkennen können, woher der Ton stammt. Die physikalische Beschaffenheit eines Klangerzeugers bestimmt, welche Töne aus dem Spektrum der Obertöne lauter, welche leiser, oder welche gar nicht mitschwingen. Das faszinierende | | ist, daß die Abstände der einzelnen Obertöne zum Grundton einer Gesetzmäßigkeit
folgen, die sich in sämtlichen Strukturen des Kosmos wiederfindet, -vom Mikrokosmos der Atome, über die Proportionen des menschlichen Körpers und seiner Organe, bis hinein in den Makrokosmos unseres Sonnensystems. Obertonreiche Klänge treffen in uns auf ein natürliches Resonanzfeld und können uns innerlich in Schwingung bringen: wir kommen in EINKLANG mit der Schöpferkraft des Lebens. Auch die Grundbausteine der Musik -Melodie und Rhythmus- sind direkt aus der Obertonreihe abgeleitet:
alle Intervalle und Metren finden sich im Obertonspektrum wieder. Warum sonst kann uns Musik derart tief in der Seele anrühren? |