Digeridoos sind urprünglich Ritualinstrumente der Aborigines, den Australischen Ureinwohnern. Traditionell werden sie dort aus einem von Termiten ausgehölten Stamm
Eukalyptusholz hergestellt. Die Tonerzeugung funktioniert ähnlich wie bei Blechblasinstrumenten, nur werden die Lippen nicht angespannt, sondern relativ locker gelassen, damit nur der tiefe Grundton erklingt.
Wesentlich beim Didgeridoo ist, dass es mit Zirkuläratmung gespielt wird, eine leicht zu lernende Blastechnik, bei der ein kontinuierlicher Luftstrom entsteht, auch während der Einatmung. Hierdurch kann ein beliebig langer Dauerton erzeugt werden. Durch eine Kombination aus
Veränderungen des Mundraumes, Atemtechnik und Effekten mit der Stimme, kann der Klang manigfaltig variiert und rhythmisch akzentuiert werden. | Das Didgeridoo ist sehr leicht zu lernen, insbesondere wenn man noch nie eine Instrument mit Kesselmundstück gespielt hat und eher spielerisch an die Sache herangeht (Blechbläser die einen festen Ansatz gewohnt sind, tun sich damit oft
viel schwerer).
So funktioniert die Zirkuläratmung: Man speichert während dem Spielen einen Luftvorrat in den aufgeblähten Wangen und verschließt für kurze Zeit den Mundraum mit der hinteren Zunge zum Rachenraum hin. Während mit der gespeicherten Restluft in den Wangen der Ton aufrecht erhalten wird, kann durch die Nase schnell neue Luft eingeatmet werden. Nach dem Einatmen kann wieder ganz normal weiter ausgeatmet werden ohne neu anzublasen. Durch diesen ständig sich
wiederholenden Vorgang kann der Klang beliebig lange aufrecht erhalten werden.
Auf der Bücher- und DVD-Seite finden Inspiration und Hilfe zum Erlernen des Didgeridoos: Buch+CD ‘Traumzeit’
DVD ‘Didgeridoo Lernen’ |